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Durch eine Audio-Beschreibung (bzw. Audio-Description) wird ein Film für sehbehinderte und blinde Menschen optimal zugänglich.
In den zeitlichen Handlungs- oder Dialogpausen eines Films erläutert eine Stimme alle Handlungen, Umgebungen, Szenenwechsel oder das Aussehen, die Gestik und Mimik der Schauspieler. Im Fernsehen nennt man diese Form des Abbaus von Barrieren "Hör-Film". Eine solche zusätzliche Tonspur kann parallel zum Film abgespielt werden.
Im Internet werden in der Regel Informations-Filme mit einem hohen Dialog- und Handlungsanteil publiziert. Im Film sind dann selten ausreichend Sprach- und Handlungslücken, um diese mit zusätzlichen Erläuterungen füllen zu können.
Langfristig wird es eine Technik geben, die es ermöglicht, den Film so lange zu unterbrechen, bis die visuellen Inhalte erläutert wurden. Bis dahin kann, zumindest im Internet, ein sogenanntes Transcript bereitgestellt werden.
Hierbei handelt es sich um eine Textdatei, in der die Inhalte des Films erläutert sowie die Sprachdialoge dokumentiert werden. Die Grundlage dafür bildet die Untertitel-Datei. Ein blinder Mensch kann sich diese Textdatei von seiner Vorlese-Software (Screenreader) vorlesen lassen. Eine solche Zwischenlösung entspricht zwar nicht der BITV-Forderung nach einer synchronen Präsentation der Inhalte, sie bietet aber trotzdem einen fast gleichwertigen Zugang zu den Informationen.
Auch ermöglicht ein Transcript blinden Menschen die Aufnahme der Inhalte in einer von ihnen selbst gewählten Geschwindigkeit (geübte Screenreader-Surfer lassen sich Texte in der Regel vergleichsweise schnell vorlesen). Weiterhin sind Transcript-Inhalte geradezu ideal für Suchmaschinen aufbereitet.